Spende eines Mac Mini G4 an die Universität Bamberg

In meinem kleinen Hardwarepark gibt es einige Änderungen: Vor ein
paar Jahren habe ich mir einen Mac Mini G4 gekauft um etwas mehr mit
PowerPC-Prozessoren zu machen.

Diesen G4 habe ich nun an die Universität Bamberg Bereich Systemnahe
Programmierung abgegeben wo neben PowerPC auch an RISC-V, OpenSolaris etc. geforscht wird.
Ich wünsche dem Dozenten und seinen Studenten viel Spaß und Freude beim Erforschen und Entwickeln an der Plattform und unterstütze getreu des Humboldt-Ideals, dass auch alternative Prozessorplattformen angeschaut werden.
Der Mac Mini G4 hat nun ein besseres Zuhause als bei mir und ich ein wenig mehr Platz in meinen 34m² Bundesrepublik.

LEGO Mindstorms unter Linux mit der wine Entwicklerversion 7.18

Nach einiger Auszeit von wine und CrossOver hat es mich durch ein Posting im ubuntuusers.de Forum doch mal wieder gepackt, ein paar Tests mit einer aktuellen Entwicklerversion zu machen.

Es ging darum, LEGO Mindstorms zum Laufen zu bringen. 

Kurz gesagt, mit der derzeit aktuellsten Entwicklerversion klappt es Stand heute nicht. 

Die Anwendung installiert zwar aber bekommt „Schluckauf“ beim Einrichten des NXT-Treibers, der nicht installiert wird und damit die Installation fehlerhaft wird. Insgesamt wird man nach der Installationsroutine mit scheinbar etwas Halbgaren hinterlassen. 

Ein Versuch, zumindest diese Reste von der Kommandozeile aus zu starten schlug leider ebenfalls fehl: Ein graues Fenster ging auf, dass etwas schief gegangen ist und ein Link zum Support wurde angezeigt. Der brachte mich aber auf die LEGO Startseite. Wahrscheinlich liegt es am fehlenden NXT-Treiber.

Anyway, hier ist der Bericht, den ich für die AppDB geschrieben habe und der eben freigeschaltet wurde. Dabei habe ich auch einen Bugreport zum NXT-Treiber geschrieben und noch einige alte Bugs zu Mindstorms mit der AppDB Seite verlinkt.

Erinnerungen an Slackware

In der LUG Wernigerode kam kürzlich eine Email wo sich nach Slackware Linux erkundigt wurde und ich dachte, dass dies vielleicht auch ein passender Blogpost werden könnte.

Ich bin immer noch ein großer Slackwarefan und hatte die 14.2 lange Zeit
im Einsatz. Hätte ggf. auch noch einen alten Vortrag und Folien und stehe auch für Vorträge zu dem Thema zur Verfügung.

Es ist die einzige Distribution wo es mir wirklich ad hoc gelungen ist,
Pakete zu erstellen. 

Kürzlich ist die Version 15.0 erschienen wobei ich die 14.2 lange Zeit im Einsatz hatte. Für Nutzer, die wirklich das neueste vom neuesten haben wollen gibt esaber auch die Möglichkeit einen CURRENT-Zweig zu
nutzen.

Pakete installiert habe ich meistens von Slackbuilds.org was im
Wesentlichen Skripte zum Kompilieren sind.

Worauf muss man achten: Ich gehe davon aus, dass Du die 64-Bit Version
installieren möchtest. Die 32-Bit Bibliotheken installieren ist mir nur
unter Anleitung des Nutzers Eric Hammlers (AlienBob) gelungen, der viel
macht. Ich würde ihn ähnlich wie Robbie Workman aus UK als rechte Hand
von Patrick Volkerding beschreiben.

LibreOffice war auch so ein Fall, dass es nicht in die Richtung „apt-get
libreoffice“ ausgerollt wurden konnte. Teils habe ich dann das
KDE-Office genutzt was nicht so mächtig wie LibreOffice ist.

Wahrscheinlich bekommst Du auch eine alte Version von Firefox mit. Das
habe ich dann so gelöst, dass ich das .tar.gz Paket immer von Mozilla
geholt habe und in /opt/ entpackt habe. Dann die Starter im XFCE-Panel
angepasst und gut.

Es ist auch eine Distribution für die ich nach langer Zeit auch mal
wieder Kernel gebacken hatte.

Patrick hatte in den letzten Jahren einige finanzielle Probleme und von
seinen Verkäufen wurde viel einbehalten, dass er quasi am Rande des
Bankrotts stand.

Die Community richtete im Wesentlichen dann ein Patreon-Account ein wo
ich auch einige Zeit gespendet habe. 15.0 dauert(e) eine gefühlte
Ewigkeit und Linux wird ja auch immer komplizierter.

Die Distribution hat aber definitiv seinen Charme. Die Pakete werden so
übernommen, wie sie vom Programmierer kommen und man findet durchaus
alte Klassiker wie xmms2

Beim Aufbau ist auch ziemlich „No Magic“ angesagt. Die
Installationsskripte sind bash-Skripte, durch und durch.

Denk dran: When you are running Distro X – you learn Distro X. When you
are running Slackware you learn Linux. (und das alles noch mit
klassischem Init-ich denke mal das wird bei 15.0) auch so bleiben.

Ankündigung: SUSE-Special bei der Wolfsburger Linux User Group

Ich freue mich, einen neuen Vortrag ankündigen zu dürfen, der online bei der Wolfsburger Linux User Group WOBLUG am 12. Mai 2022 stattfindet und bei dem sich alles um SUSE Linux dreht. (Link)

CrossTie für „Ports of Call Classic“ genehmigt – Test mit neuester Version CrossOver 21.2.0

Nach einer kleinen Auszeit melde ich mich mal wieder zurück. Durch eine Bonuszahlung an Experiencepoints habe ich nun Level 20 im CrossOver-BetterTester-Ranking erreicht und da kürzlich CrossOver 21.2.0 in einer neuen Version erschienen ist dachte ich es sei an der Zeit meine eingesendete CrossTie zu „Ports of Call Classic“ zu testen. 

Resultat: Klappt aber es gibt während der Installation über die CrossTie eine Fehlermeldung, die man getrost überspringen kann. Das Spiel installiert sich auch so und läuft einwandfrei.

Neuer Computer iMac 2009 hält Einzug

Schon seit längerer Zeit liebäugele ich mit der Anschaffung eines Apple iMacs da ich die Geräte optisch sehr ansprechend finde. Dank ebay-Kleinanzeigen wurde ich hier direkt vor Ort in Wernigerode fündig.

Der iMac kam mit einer traditionell mechanischen 640 GB Festplatte, die ich durch eine bestellte 512 GB SSD ausgetauscht habe. Meine Lieblingsdistribution „openSUSE Tumbleweed“ konnte ich dank DVD Abbild und optischen Laufwerk im Mac relativ schnell installieren, Repositorys einrichten und eine Softwareauswahl installieren. Bei Gelegenheit werde ich dann auch meine automatische Konfigurationsdatei autoyast veröffentlichen. 

Notizen

Apple Airport und WLAN 

Für die Installation der eingebauten Apple-Airportkarte (insbesondere für WLAN) brauchte ich ein zusätzliches Paket namens „b43-firmwarecutter“ welches aber in den Repositorys vorhanden ist. Sobald dies installiert ist kann man sofern man über Ethernet eine Internetverbindung hat

sudo /usr/sbin/install_bcm43xx_firmware

ausführen, welches dann die Firmware herunterlädt und installiert. Alternativ kann man das entsprechende rpm mit der enthaltenen Firmware von Packman laden (Link zur b43 firmware)

Grafik – Die Nvidia GeForce 9400M 

Hier wurde es schon etwas komplizierter: Ich stellte fest, dass der entsprechende passende Treiber von Nvidia nicht weiter entwickelt wird und sich auch nicht mehr manuell kompilieren lässt. Das entsprechende Paket heißt „Mesa-dri-nouveau“ (Groß- und Kleinschreibung beachten) und ist ebenfalls in den Repositorys vorhanden.

Leider erwieß es sich auf meinem System so, dass der nouveau-Treiber nicht automatisch eingebunden wurde und ich vorher manuell mit

sudo modprobe nouveau

das Modul manuell laden musste. Dabei wurde auch X-Window (grafische Anzeige) immer wieder neu gestartet.

Ich habe daher eine leere Datei mit

sudo touch /etc/modprobe.d/nouveau.conf

anlegelegt und mit

sudo rm /etc/modprobe.d/nvidia.conf

die entsprechende vom Nvidia-Installer angelegte Datei gelöscht so dass sichergestellt wird, dass „nouveau“ nicht auf die sogenannte „Blacklist“ kommt.

Mal wieder ein neues Paket gebaut – Darling (quasi wine für macOS-Anwendungen unter Linux)

Heute habe ich mich nach getaner Arbeit für einen meiner Kunden mal wieder etwas mehr „wine“ gewidmet. 

Im CrossOver-Forum erfuhr ich, dass CrossTies nicht für jede Version erstellt werden müssen aber idealerweise in der Beta getestet werden sollten. Good to know.

Im Macuser-Forum wurde ich dann auf ein Projekt aufmerksam, welches einen ähnlichen Ansatz wie „wine“ aber für macOS Anwendungen unter Linux verfolgt.

Das Projekt heißt „Darling“ steht unter GPL3 und ist momentan im Alphastadium. Mit dem openSUSE Buildservice gelang es mir, den Sourcecode vom aktuellen Release zu kompilieren und paketieren. Derzeit nur für Tumbleweed. (Link zu meinem Repository)

Wer Tipps und Ideen hat, wie man den Sourcecode auch für die ältere Plattform i586 zum Laufen bekommt kann gerne einen Kommentar hinterlassen.

Saludos und Happy Hacking!

CrossTie für Ports of Call (Classic/Silver) in Vorbereitung – Tests mit CrossOver

Vor einiger Zeit habe ich „Ports of Call“ mal unter wine getestet aber mir ist aufgefallen, dass das Spiel selbst noch keinen Eintrag (in der Silver-Version) in der Codeweavers-Datenbank hatte. Dieser Eintrag wurde heute mit zwei Screenshots eingereicht und wartet auf Freischaltung. 

Die Installationsroutine läuft über CrossOver jedenfalls einwandfrei durch. Eine entsprechende CrossTie (Installationsskript) wird bei Gelegenheit entwickelt und eingereicht so dass man quasi unter Linux und Mac nur Ports of Call eingeben muss und das Spiel wird dann direkt heruntergeladen und installiert.

Projektupdate: Corel Installationsroutinen mit wine

Vor einigen Jahren habe ich ein Projekt gestartet, die Corel Produkte und insbesondere die Installationsroutinen besser zum Laufen zu bekommen (Link). 

Die im upsprünglichen Post genannten Probleme wurden mittlerweile reproduziert, teils behoben und es gibt auf jeden Fall Fortschritte.

Momentan scheint es aber wohl an Bug 43218 etwas zu hängen wobei es aber einen Workaround zu geben scheint, den ich aber noch nicht getestet habe.