CrossTie für „Ports of Call Classic“ genehmigt – Test mit neuester Version CrossOver 21.2.0

Nach einer kleinen Auszeit melde ich mich mal wieder zurück. Durch eine Bonuszahlung an Experiencepoints habe ich nun Level 20 im CrossOver-BetterTester-Ranking erreicht und da kürzlich CrossOver 21.2.0 in einer neuen Version erschienen ist dachte ich es sei an der Zeit meine eingesendete CrossTie zu „Ports of Call Classic“ zu testen. 

Resultat: Klappt aber es gibt während der Installation über die CrossTie eine Fehlermeldung, die man getrost überspringen kann. Das Spiel installiert sich auch so und läuft einwandfrei.

CrossTie für Ports of Call (Classic/Silver) in Vorbereitung – Tests mit CrossOver

Vor einiger Zeit habe ich „Ports of Call“ mal unter wine getestet aber mir ist aufgefallen, dass das Spiel selbst noch keinen Eintrag (in der Silver-Version) in der Codeweavers-Datenbank hatte. Dieser Eintrag wurde heute mit zwei Screenshots eingereicht und wartet auf Freischaltung. 

Die Installationsroutine läuft über CrossOver jedenfalls einwandfrei durch. Eine entsprechende CrossTie (Installationsskript) wird bei Gelegenheit entwickelt und eingereicht so dass man quasi unter Linux und Mac nur Ports of Call eingeben muss und das Spiel wird dann direkt heruntergeladen und installiert.

Linuxandlanguages.com – Wine- und CrossOvertests über Patreon!

Momentan arbeite ich an einem kleinen Projekt namens „Wineproben“ welches exklusive Inhalte über Patreon generieren soll. Eine entsprechende Seite ist in Arbeit.

https://www.patreon.com/linuxandlanguages

 See you soon!

Retro-Gaming: Command and Conquer – Red Alert unter DOSBox und openSUSE spielen

Frohe Weihnachten!

Am 2. Weihnachtsfeiertag ist etwas Ruhe angesagt und mich hat das Retro-Fieber gepackt.

Dieser Artikel soll beschreiben wie ich „Command and Conquer – Red Alert“ unter DOSBox zum Laufen gebracht habe, welches von Electronic Arts im Rahmen einer Werbeaktion zum Download freigegeben wurde.

Schritt 1: Download

Command and Conquer – Red Alert kann man von der entsprechenden Downloadseite von Chip herunterladen. Obwohl der Downloadtitel auf Deutsch aufgeführt ist ist das eigentliche Spiel jedoch auf Englisch

Schritt 2: Entpacken und Vorbereiten des DOS-Verzeichnis

unzip ~/Downloads/Command_and_Conquer_Alarmstufe_Rot.zipmkdir ~/CNCRA
mv ~/RedAlert1_AlliedDisc/RedAlert1_AlliedDisc/CD1_ALLIED_DISC.ISO ~/CNCRA
mv ~/RedAlert1_SovietDisc/RedAlert1_SovietDisc/CD2_SOVIET_DISC.ISO ~/CNCRA/

Schritt 3: DOSBox installieren und Starten

Unter openSUSE erfolgt die Installation von DOSBox wie folgt

su -c „zypper install dosbox“

Nach Eingabe des root-Passworts sollte DOSBox nun installiert und über das Startmenü des jeweiligen Desktops aufrufbar sein.

Wir starten DOSBox und geben folgende DOS-Befehle in der DOSBox ein:

mount C /home/mwagner/CNCRA
imgmount D /home/mwagner/CNCRA/CD1_ALLIED_DISC.ISO -t iso

Hinweis: DOSBox verwendet ein amerikanisches Tastaturlayout.

  • Den Slash „/“ erreicht ihr auf der deutschen Tastatur mit der Minus-Taste.
  • Den Underscore erreicht ihr auf der deutschen Tastatur mit „Shift-ß“
  • Den Backslash „“ erreicht ihr auf der deutschen Tastatur mit „|“ wo auch „<“ oder „>“ abgebildet sind.

D:
SETUP

Schritt 4

Sobald die Installationsroutine durchgelaufen ist kann man mit

RA

das Spiel starten.

In der AppDB für Lieblingsanwendungen abstimmen

Eine weitgehend unbekannte Tatsache bei der Nutzung von wine und CrossOver ist, dass man angeben kann, auf welche Applikationen und Spiele sich die wine-Entwickler fokussieren soll.

Und das geht im Falle von wine in der AppDB wie folgt:

  • Ihr benötigt ein Konto (Account) für die AppDB und loggt euch mit Benutzername und Passwort ein.
  • Über die Suchfunktion sucht ihr die von euch gewünschte Anwendung heraus und navigiert zu der entsprechenden Seite.
  •  Im Falle von StarCraft II sieht die Projektseite wie oben abgebildet aus. 
  • Auf der rechten Seite unter „Application Details“ findet ihr den Button „Vote“ worüber ihr bis zu drei Stimmen auf diese Anwendung oder das entsprechende Spiel kumulieren könnt. 
  • Es erfolgt keine Aufforderung, nach einer gewissen Zeit, die Stimmen neu zu verteilen. Dies ist insbesondere schade, da Spiele wie Counterstrike Source mittlerweile auch für Linux und Macintosh zu haben sind und manche Teilnehmer ihre Wahl und Verteilung ihrer Stimmen vielleicht doch nochmals überdenken und neu verteilen.
  • Derzeit ist „Final Fantasy XI“ das mit Abstand meistgewählte Spiel. Persönlich kenne ich aber niemanden, der diesen Titel spielt oder gespielt hat.

Für welche Spiele stimmt ihr ab oder habt ihr abgestimmt? Welche Programme unter wine wären euch wichtig? Bitte lasst es mich in den Kommentaren wissen…

ubucon Europe in Essen – Vortrag eingereicht

Vom 18.-20. November 2016 findet die beliebte ubucon nun auch im Europäischen Kontext statt. Ich hoffe, dort meinen Vortrag von der letzten ubucon auch auf Englisch halten zu können.

Das eingereichte Thema ist die Nutzung der wine-Technologie und für ubuntu-Leute wird es einiges interessantes für die einzelnen wine-Versionen (stabil vs. Entwicklerzweig) unter den einzelnen ubuntu-Versionen geben.

Ich hoffe auch wieder auf ein Sponsoring der Fahrtkosten und Übernachtung von Codeweavers und der Software Freedom Conservancy. Beide haben mich letztes Jahr sehr gut unterstützt. Thanks again!

Spiele-Sonntag: Syndicate (Origin) unter Linux unter openSUSE Tumbleweed komplieren und spielen

Hallo zusammen,

heute ist wieder Sonntag und ich habe wieder einige Tests zum Thema wine und Crossover gemacht. Mein openSUSE „Tumbleweed“ System wurde mit den neuesten Paketen auf den neuesten Stand gebracht, jedoch wurde noch keine neuere Version von wine mitgeliefert, so dass ich immer noch bei Version 1.9.2 bin.

Da ich ja durch meine Übersetzungen bei CrossOver von Codeweavers regelmäßig eine neue Lizenz bekomme, probiere ich mal wieder CrossOver aus.

Das Spiel um das es heute geht, ist ein alter Klassiker aus den 90er Jahren für den es auch eine kostenlose Linuxengine gibt: Syndicate von Blugfrog.

Um was gehts in Syndicate? Syndicate bietet einen Hintergrund in einer nahen Zukunft wo man ein Team von Agenten leiten muss, die mit kybernetischen Gliedmaßen und Waffen modifizert werden können und die man dann auf einige düstere Missionen losschicken kann.

Das Spiel habe ich im Rahmen einer „Aufs Haus“ Aktion von Electronic Arts kostenlos erhalten und möchte nun die Originversion mit der freien Linuxengine verbinden:

Eingesetzt wurde CrossOver 15.0.1 welches die aktuellste Version von CrossOver ist.

Die Installation von Origin über CrossOver erfolgte problemlos: Man wählt einfach unter „Zu installierende Anwendung“ den Eintrag „Origin (Electronic Arts)“ aus und klickt die einzelnen Setuproutinen durch. Einloggen in Origin funktionierte einwandfrei und der Download von Syndicate (1993) ebenfalls.

Die einzelnen Flaschen (bzw. Bottles im Englischen) werden im Verzeichnis

~/.cxoffice/Origin_(Electronic_Arts)/dosdevices/drive_c/

gespeichert. Die Tilde repräsentiert dabei das Home-Verzeichnis des Benutzers für die Leute, die sich noch nicht so intensiv mit unixoiden Betriebssystemen beschäftigt haben.

Kommen wir nun zur freien Engine namens freesynd. Diese kann man unter Sourceforge.net beziehen. Die Projekt-URL lautet jedenfalls http://freesynd.sourceforge.net/

Es ist lobenswert, dass es gleich ein Sourcecoderepository für freesynd gibt, jedoch benötigt man die Pakete subversion für die Codeverwaltung und cmake, SDL-devel, SDL_image-devel, SDL_mixer-devel sowie gcc-c++ fürs den Kompiliervorgang. Über

zypper install subversion cmake gcc-c++ SDL-devel SDL_image-devel SDL_mixer-devel

ist auch dieses Paket schnell installiert und man kann den freesynd-Sourcecode dann über

svn co svn://svn.code.sf.net/p/freesynd/code/ freesynd

bequem auschecken.

Wir wechseln nun in das durch das Klonen erstellte Verzeichnis und werfen den Compiler an, der natürlich installiert sein sollte:

cd ~/freesynd/freesynd/trunk
./configure –release
make

Wir sollten nun in dem Unterordner src eine Binärdatei namens freesynd vorfinden.

Über

# make install

(also als root-Benutzer) installieren wir die erstellten Dateien ins System.

WICHTIGER HINWEIS: Dies geht an der Paketverwaltung vorbei!


Dem Kommando

which freesynd

entnehmen wir, dass die Binärdatei freesynd im Verzeichnis /usr/local/bin installiert wurde. Da sich dieses Verzeichnis in meinem Benutzerpfad befindet, starten wir es mal durch einfache Eingabe von

freesynd

Es erscheinen eine Reihe von Fehlermeldungen. Erklärung: Die Spieldaten können nicht gefunden werden, aber die haben wir ja über Origin installiert. Kurze Erinnerung das Laufwerk-C unserer Origininstallation lautet:

~/.cxoffice/Origin_(Electronic_Arts)/dosdevices/drive_c/

Und in der Tat, im Unterordner
~/.cxoffice/Origin_(Electronic_Arts)/dosdevices/c:/Program Files/Origin Games/Syndicate (1993)/data/Game/DATA
finden wir diese. 
Ein symbolischer Link wäre somit ganz sinnvoll. Alternativ kann man die Daten sicherlich auch verschieben oder kopieren. Ich entscheide mich erstmal fürs Kopieren und kopiere die Dateien in das Verzeichnis, wo die Spieldateien aufgefunden werden sollen:
# cp /home/mwagner/.cxoffice/Origin_(Electronic_Arts)/drive_c/Program Files/Origin Games/Syndicate (1993)/data/Game/DATA/* ./
Bitte ersetzt den entsprechenden Pfad: mwagner ist mein Benutzername an meinem Tumbleweed-System.
Wir rufen nun als normaler Benutzer freesynd nochmal auf und was ist das Ergebnis:

Das Spiel startet also somit und scheint zu funktionieren.

Man kann das sicherlich noch wesentlich sauberer durchführen: Verknüpfung über einen symbolischen Link wäre beispielsweise möglich, rpm- oder deb.-Pakete erstellen bzw. diese zu warten damit nicht wie in meinem Falle an der Paketverwaltung vorbei installiert wurde etc.

Wenn Ihr Fragen oder Kommentare habt, könnt ihr diese gerne die Kommentarfunktion dieses Blogs verwenden. Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag.